Frau* schafft Raum - Sie war(en) da
- Julia Bugram
- 6. Juli
- 2 Min. Lesezeit
Kontext:
Der Ausstellungsraum FRAU* schafft Raum (Nussdorfer Str. 4, 1090 Wien) widmet sich der künstlerischen Auseinandersetzung zum Thema Gewalt an Frauen* und verwandelt den ehemaligen Ort eines Gewaltverbrechens in einen Ort des Erinnerns, der Solidarität und der Prävention. Als erster feministischer Kunstraum dieser Art in Wien macht er Erfahrungen, Geschichten und strukturelle Zusammenhänge sichtbar und bietet künstlerischen Positionen Raum, die gegen das Vergessen und Schweigen wirken.
Das Ausstellungsprogramm wird juriert und es gibt je Aufruf 3 Ausstellungsprojekte, die eine Zusage zur Projektumsetzung erhalten. Die Jury des 3.Open Call setzte sich zusammen aus Julia Hartmann (Kuratorin), Stefanie Huhndorf (Menschenrechtsbüro der Stadt Wien), Heidemarie Kargl (Frauenservice der Stadt Wien), Ana Halina Ringleb (Künstlerin) und Nina Schedlmayer (Kunstjournalistin). Den Jurorinnen wurden alle Einreichungen anonymisiert präsentiert - auf dieser Basis wurde die Projektvergabe erteilt. Ich freue mich, dass mein Projekt zur Umsetzung ausgewählt wurde.
Konzept:
Jede Frau*, die durch einen Femizid aus dem Leben gerissen wurde, hinterlässt Spuren – leise, flüchtig, oft überhört. Im Zuge dieses Projekts wird diesen Erinnerungen ein Raum gegeben. „Sie war(en) da“ ist ein Projekt, das Frauen* gewidmet ist, die durch Femizide aus dem Leben gerissen wurden. Es schafft Raum für jene Stimmen, die oft ungehört bleiben: Erinnerungen von Angehörigen, Freund*innen und Wegbegleiter*innen werden als leises, vielschichtiges Flüstern im Raum hörbar und durch gezeichnete Erinnerungscollagen sichtbar gemacht.
Das Projekt startet jetzt und lebt von Partizipation. Gesucht werden Erinnerungen, kleine Momente, Sätze, Gedanken oder Geschichten über Frauen*, die uns zu früh genommen wurden und nicht vergessen werden dürfen. Du bist eingeladen, eigene Erinnerungen an diese Frauen* zu teilen. Über Whatsapp/Signal (+43 677 627 412 21) können Texte, Bilder und Sprachnachrichten eingesendet werden. Anonymisiert werden sie Teil der wachsenden Installation. Es entsteht eine raumfüllende Collage aus gezeichneten Erinnerungen, die bis zum Ausstellungsende monatlich ergänzt wird. So entsteht ein dynamisches, kollektives Denkmal aus Stimmen und Bildern.
Ab dem 26. August wird „Sie war(en) da“ als partizipative Audioinstallation mit visueller Erinnerungscollage im Frau* schafft Raum (Nussdorferstraße 4, 1090 Wien) ausgestellt. Ein kollektives Denkmal aus Stimmen, Bildern und gelebter Erinnerungskultur – als leiser Gegenentwurf zum Vergessen.
Alle eingehenden Beiträge werden sensibel behandelt, anonymisiert und in die Installation integriert. Für alle Beteiligten, die sich einen weiteren Austausch wünschen, besteht außerdem die Möglichkeit, ein persönliches Treffen mit anderen Betroffenen in Wien zu organisieren. Am Montag den 9.November findet ab 18:00 Uhr bei Frau* schafft Raum eine Veranstaltung mit anschließendem gemeinsamen Picknick (wir gehen vom Kunstraum gemeinsam zum Projektraum) im Clubraum des Albert Schweitzer Haus (Garnisongasse 14-16, 1090 Wien) statt.
Bei Interesse oder Fragen: Schreib mir!







