Erzähl mir nicht, wer ich bin!
- Julia Bugram
- vor 6 Tagen
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Yela An, Julia Bugram Vernissage am 8. April 2026, 18:30 Uhr
Ausstellungsbrücke, Regierungsviertel, St. Pölten
Die Ausstellungsbrücke im Landhaus St. Pölten präsentiert von 9. April bis 3. Mai 2026 Werke
von Yela An und Julia Bugram. Zur Eröffnung der Ausstellung spricht die Kunsthistorikerin
Paula Marschalek.
Die Duo-Ausstellung von Yela An und Julia Bugram mit dem Titel „Erzähl mir nicht, wer ich bin!“
stellt festgeschriebene Vorstellungen von Identität und Zuschreibungen von außen infrage. Die
gezeigten Arbeiten begreifen als einen Prozess, der von Verletzlichkeit, Widersprüchen und dem
Wunsch nach Selbstbestimmung geprägt ist und sich im Zusammenspiel mit sozialen Bedingungen
fortwährend verändert.
Die Ausstellung präsentiert fotografische Arbeiten von Yela An, die sich mit Fremd- und
Selbstbildern, sowie mit den gesellschaftlichen Bedingungen weiblicher Identität
auseinandersetzen. In den Serien „Cacophony“ (2023) und „Dive In“ (2023) thematisiert
An fragmentierte Selbstbilder und den weiblichen Körper im Spannungsfeld zwischen
westlichen und asiatischen Gesellschaften. Mit „Echoes Woven“ (2026) erweitert sie diese
Auseinandersetzung um eine generationenübergreifende Perspektive und untersucht psychische
Krisen von Frauen als individuelles, wie gesellschaftlich bedingtes Phänomen.
Julia Bugram zeigt zeichnerische Arbeiten, die weiblich gelesene Personen in selbstbestimmten,
kraftvollen Haltungen zeigen. Als bewusster Gegenentwurf zum Male Gaze und zur tradierten
„Meister-Muse-Dynamik“ treten die dargestellten Frauen* nicht als Objekte der Betrachtung, sondern
als aktive Subjekte in Erscheinung. Die frei gewählten Posen formulieren eine klare Infragestellung
patriarchaler Sehgewohnheiten und etablierter Machtverhältnisse. Installative Raumzeichnungen
erweitern den zeichnerischen Ansatz und verhandeln die Beziehung zwischen Körper, Raum und
Natur als ein offenes, miteinander verwobenes Gefüge.







